Fotos der Aufführung

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Mauern überwinden
Mauern überwinden

grenz_los

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Nach "bau_subsTANZ" ist "grenz_los" bereits das zweite gemeinsame Projekt vom Staatsballett Berlin, dem Verein "Tanz ist KLASSE!" und der GESOBAU. Den Organisatoren und Förderern ist es ein wichtiges Anliegen, den Kindern, die schon einmal mitgewirkt haben, zu Beginn der Spielzeit 2009/2010 eine neue Gelegenheit zu geben, sich im Tanz verwirklichen und Kreativität ausleben zu können. Die unterschiedlichen Herkunftsgebiete der Kinder – Märkisches Viertel, Wedding, Pankow – ermöglichen außerdem einen Blick in die unterschiedlichen Lebenswelten und Kulturen.

Thematisch knüpft das Tanzprojekt "grenz_los" an das diesjährige 20. Jubiläum des Mauerfalls in Berlin an und bedient sich des Themas in zweierlei Hinsicht: Die Schülerinnen und Schüler haben sich vier Monate lang nicht nur mit dieser plastischen Art von Mauern beschäftigt, sie nutzten die Ausdrucksform des Tanzes, um sich ohne Worte dem Thema Barrieren im Kopf gegenüber Anderen und Andersdenkenden anzunähern. Ihre gemeinsame Stimme ist der Tanz, das Werkzeug ist ihr Körper, ihre Mimik. Tanz ist menschlich und jeder Mensch ist ein Künstler – Bewegung ist angeboren.

Aufführung am 4. Dezember 2009

Im vollbesetzten Saal des Fontane-Hauses im Märkischen Viertel führten am 4. Dezember 70 Schülerinnen und Schüler der Chamisso-Grundschule (Märkisches Viertel), der Grundschule am Hasengrund (Pankow) und der Erika-Mann-Grundschule (Wedding) das außergewöhnliche Tanzprojekt auf.

Die Kinder zeigten bei dem einstündigen Auftritt eindrucksvoll ihre künstlerischen Arbeiten, die sie in kleineren Gruppen in ihren Schulen und in der Mauergedenkstätte Bernauer Straße unter Anleitung der routinierten und ambitionierten Tanzpädagogin Cathlyn Pope vom Staatsballett Berlin erarbeiteten hatten. Besonders bemerkenswert ist dabei, dass alle 70 Schüler nur einen Tag vor der großen Aufführung, bei der Generalprobe in der Deutschen Oper, erstmalig aufeinander trafen und sich miteinander abstimmen mussten. Neben der aufwändigen Choreographie, bei der die Kinder in immer wechselnden Gruppenkonstellationen unterschiedliche Tänze aufführten, kreierten die Schüler auch ihre Kostüme und die während der Aufführung vorgetragenen kurzen Sprechpassagen selbst.

Musikalisch wurde das Stück vom Gypsy Swing Quartett "Django Lassi" begleitet, zu deren Adaption von "Another Brick in the Wall" die Schülerinnen und Schüler eine buntbemalte, meterhohe Mauer aufbauten, um sie kurze Zeit später wieder einstürzen zu lassen. Beim anschließenden großen Finale kamen noch einmal alle Kinder gemeinsam auf die Bühne und verabschiedeten sich mit dem Ampelmännchentanz von einem ebenso begeisterten wie gerührten Publikum.